Klassenfahrt 10c/d 2017 nach Aachen – zusammen mit Gästen der Mainfränkischen Werkstätten

Zusammen mit 16 Gästen erkundeten die 40 Schüler und Schülerinnen der Klassen 10c und 10d des WSG-S-Zweiges die Stadt Aachen und wandelten somit auch auf den Spuren Karls des Großen sowie auf den Spuren des entstehenden mittelalterlichen Europas, aber ebenfalls des modernen Europas. Damit ist die Gründung der Europäischen Union angesprochen, die 1992 in der niederländischen Stadt Maastricht stattfand – auch ein Ziel dieser Klassenfahrt vom 23.07. – 27.07.2017.
Was ist Sinn und Zweck dieser mittlerweile traditionellen Klassenfahrt?
Zum einen passt sie ideal zum Lehrplan, der ja generell mehr Wert legt auf den Kompetenzerwerb unserer Schülerinnen und Schüler. Solche Kompetenzen sind in diesem Fall etwa die Übernahme von Verantwortung, die lang- und mittelfristige Vorausplanung von Unternehmungen, v.a. aber die Entwicklung des Gespürs für Zuverlässigkeit im zwischenmenschlichen Bereich und der sog. Empathie.
Was bedeutet Letzteres?
Unsere Schülerinnen und Schüler sollen sich entwickeln hinsichtlich ihres menschlichen Fingerspitzengefühls, sie sollen lernen, sich in andere Menschen – gerade sozial benachteiligten oder/und schwächeren Menschen – einzufühlen, an ihren Nöten und Problemen innerlich teilzunehmen, um Verständnis für deren besondere Lebenssituation oder auch sogar (so die Online-Ausgabe des Dudens) Zartgefühl zu entwickeln. Unsere Gäste stehen also ganz klar im Mittelpunkt dieser Fahrt und so werden neben sozialen Kompetenzen auch Verantwortungsgefühl sowie Teamarbeit gestärkt und gefördert.
Da an einem Gymnasium nicht zuletzt die Führungskräfte unserer Zukunft ausgebildet werden, erscheint es aus Sicht der Lehrkräfte durchaus sinnvoll, wenn man bereits in diesem Alter schon einmal ganz konkrete Erfahrungen gewonnen und persönliche Kontakte geknüpft hat mit den Schwächeren unserer Gesellschaft – eine wertvolle Erfahrung, die das gesamte weitere Leben unserer Schülerinnen und Schüler prägen kann.

(Text: Ulrich Bäumler / Fotos: Axel Weiss)