Amphibien hautnah

Im Rahmen ihres Natur und Technik-Unterrichtes besuchte die Klasse 6a mit ihrer Bio-Lehrerin, Nicola Dahmen den Amphibienzaun an der Reupelsdorfer Straße. Mit dem Ziel, die Amphibien auf ihrer Wanderung zum Laichgewässer hautnah zu erleben, starteten die Schüler/Innen „bewaffnet“ mit Handschuhen und Eimern in Richtung Reupelsdorf. Die morgendliche Kontrolle am „Krötenzaun“ bestand darin, die eingegrabenen Eimer am etwa 300 m langen Zaun nach Amphibien abzusuchen, sie anschließend über die Straße zu tragen und im Weiher wieder frei zu lassen.

Die Freude war groß, dass sich trotz einer kalten Nacht einige Erdkröten in den Eimern befanden. Es gehörte schon etwas Mut dazu, eine lebende Erdkröte in der Hand zu halten. Die wechselwarmen Tiere machten es den Schülern leicht, da sie aufgrund der tiefen Außentemperaturen fast bewegungslos waren.

Seit vier Jahren wird der Amphibienzaun an der Reupelsdorfer Straße zwischen Mitte März und Mitte April von der Familie Stöcker kontrolliert. Mehr als 400 Erdkröten, einige Berg- und Teichmolche werden jährlich in einer Früh- und Abendkontrolle über die Straße getragen. In diesem Jahr wechselten schon 155 Tiere die Straßenseite. Die Untere Naturschutzbehörde aus Kitzingen stellt den Zaun auf und verhindert so, dass wie an etwa zehn weiteren Standorten im Landkreis die kleinen lokalen Amphibienpopulationen durch den Straßenverkehr langfristig vernichtet werden.

So erfahren die Schüler/innen vor Ort, welche Probleme im Naturschutz auftreten und man durch einfache Mittel helfen kann. Bio-Lehrer Matthias Mann informierte als Gebietsbetreuer über das verborgene, schützenswerte Leben der Erdkröten.

Text: Matthias Mann / Fotos: Nicola Dahmen