Die Geologie der Heimat erforscht

Bergwerk

Schüler des LSH Wiesentheid auf Exkursion entlang der Keuperschichtstufe

28 Schülerinnen und Schüler der Geologiekurse am LSH betrieben unter Anleitung ihrer Lehrerin Frau Dr. Ulrike Sandmeyer-Haus Geologie zum Anfassen im Nahraum ihrer Schule. Zu den besuchten Standorten gehörten ein Steinbruch bei Abtswind, die Sulzheimer Gipshügel und das Gipsinformationszentrum (GIZ), die Dolinen im Mahlholz bei Gerolzhofen sowie das Anhydrit-Bergwerk Hüttenheim.
Drei Schüler des W-Seminars Geologie hatten Themen aus ihrem unmittelbaren Lebensumfeld in ihrer Seminararbeit behandelt und sich dabei viel Expertenwissen erarbeitet. Dies befähigte sie, die Gruppe mit großem Sachverstand und methodischer Vielfalt zu führen. Dabei wurden nicht nur Sachkenntnisse vermittelt, sondern auch geologische Methoden demonstriert und ausprobiert, so dass der Schülergruppe ein Lernen mit allen Sinnen ermöglicht wurde: Wie steil ist der Anstieg zum Schilfsandstein? Wie riecht ein Moor? Welche Gesteine reagieren mit Blasenbildung auf den Kontakt mit Säure?
Dann erklang der Bergmannsgruß „Glück auf“ beim Besuch des Anhydrit-Bergwerks der Firma Knauf in Hüttenheim. In einem einführenden Referat des Bergbauingenieurs Jens Reimer erfuhr die Schülergruppe viel über die Techniken des Anhydrit-Bergbaus, über Größe und Art der Lagerstätte, aber auch über die Verwendung des Anhydrits für Estrich und andere Baumaterialien. Nachdem alle mit Schutzhelmen, Taschenlampen und Warnwesten ausgestattet waren, ging es hinein in ein Labyrinth aus Gängen und Pfeilern, das sich unter dem Hüttenheimer Tannenberg und dem Bullenheimer Berg erstreckt. Zu sehen waren überdimensionale Bohrgeräte, mit denen die Löcher für die Sprengladungen vorbereitet werden, die Fahrzeuge für den Transport des Anhydrits unter Tage und die Brechanlage zur Zerkleinerung des im Gegensatz zum Gips äußerst harten Anhydrits. Nach Meinung der Schülergruppe war diese Führung der Höhepunkt der Exkursion.

Text und Bild: Dr. Ulrike Sandmeyer-Haus