Drei Wochen Wiesentheid

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Seit vielen Jahren ist es ein wesentliches Schulprofil unseres Gymnasiums, freundschaftliche Kontakte zu Personen aus unseren östlichen Nachbarländern aufzubauen und zu pflegen. So führt die Schule alljährlich eine neuntägige Studienfahrt der 11. Klassen nach Polen durch und organisiert einen einwöchigen Schüleraustausch mit der tschechischen Stadt Liberec. Darüber hinaus hospitierten in den vergangen Jahren immer wieder Lehrerinnen und Lehrer aus Russland, der Slowakei und anderen ehemaligen Ostblockstaaten für einige Wochen am Gymnasium, um den Schul- und Unterrichtsbetrieb kennen zu lernen.
Vom 09. bis zum 30. November 2013 besuchte die Kollegin Lena Kuprazewitsch aus Weißrussland unsere Schule und sammelte vielfältige Eindrücke vom Unterrichtsalltag an einem bayerischen Gymnasium. Ihre persönlichen Erfahrungen, die sie in den drei Wochen gesammelt hat, drückt sie in folgendem Bericht aus:

„Ich bin Lena Kuprazewitsch. Ich komme aus Kalinkowitschi, einer kleinen Stadt in Weißrussland, wo ich an einem Gymnasium Deutsch unterrichte. Jetzt bin ich schon fast drei Wochen hier. Nun ist es an der Zeit, die Gedanken zu ordnen, da ich so viele Eindrücke von meinem Besuch am Gymnasium Wiesentheid habe. Was mir sehr gefallen hat, ist die perfekte Ausstattung der Schule. Großartige Gebäude, helle gemütliche Klassenräume, bequeme Möbel stehen den Schülern und den Lehrern zur Verfügung. Alles sieht modern und schön aus. Die Hospitationen im Unterricht waren etwas ganz besonderes. Sehr interessant war für mich der Deutschunterricht. Aus meiner Erfahrung kann ich feststellen, dass der Unterricht modern und gründlich ist. Es werden neue Methoden, wie Gruppenarbeit und Rollenspiele angewandt. Die Kinder fühlen sich wohl, ohne Angst und Stress. Sie äußern ihre Meinung und diskutieren. Außerdem fällt mir auf, dass sie sehr selbständig arbeiten. Überall, wo ich war, herrschte eine freundliche Atmosphäre. Wenn ich die Gymnasiasten in Deutschland und Weißrussland
vergleiche, können die deutschen den Lehrstoff gut strukturieren, eine eigene Meinung bilden und begründen, was den russischen noch schwerer fällt. Darüber hinaus sind sich deutsche und weißrussische Kinder und Jugendliche doch sehr ähnlich – auch wenn man bei uns eine Schuluniform trägt.
Für die schöne Zeit und die tollen Erfahrungen, die ich hier machen durfte, möchte ich mich bei allen Schülern und Lehrern des Landschulheims Wiesentheid herzlich bedanken.“

(Verfasserin: Lena Kuprazewitsch / Verfasser einleitender Text: OStR Harald Godron)