Kunst

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Unsere Fachschaft:

  • Claudia von Hayek

  • Axel Weiß

 

Gedanken zum Fach Kunsterziehung

Kunst ist ein wunderbarer, großer, komplexer Fachbereich an unserer Schule, in unserer Kultur und in unserem gesellschaftlichen wie privatem Leben.
Wir möchten den Kindern dieses kreative Guthaben erhalten, fördern und ausbauen, sie sensibilisieren, für einen offenen, interessierten, toleranten und bewussten Umgang mit Kunstgeschichte, sowie mit der Gegenwartskunst. Wir sollten diesen „Schatz“ erst mal kennenlernen, ihn pflegen und als unverzichtbaren Bestandteil eines glücklichen und zufriedenen Lebens begreifen. Sich „ausdrücken“ ist ein Grundbedürfnis des Menschen.
Wir möchten diesen Urinstinkt des Menschen als Möglichkeit zu einem zufriedenen Leben kultivieren, denn dann hat das Leben eine Oase, einen Jungbrunnen.
Durch alle Jahrgangsstufen des Gymnasiums zieht sich Kunst wie ein „roter Faden“, bleibt ein wichtiger Baustein und ist Bestandteil der schulischen Bildung.

Kunst macht Spaß

Ja, Kunst hat den Anspruch „Spaß“ zu machen, denn Freude am kreativen Schaffen ist ganz sicher auch ein Grundbedürfnis des gesunden Menschen.
Experimentieren mit unterschiedlichsten Materialien, Werkzeugen und Techniken, das Kennenlernen der Kunstgeschichte, Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Design, sowie verschiedenste Kunstprojekte wie: Schulhausgestaltungen, Schulgartengestaltung begleiten unsere Schüler durch den Schulalltag und bieten so Lichtblicke und Highlights durchs gesamte Schulleben.
P-Seminare in der Oberstufe, Kunstexkursionen, wie z.B. Museumsbesuch in der Kunsthalle Schweinfurt etc. …

Kreativität ist nicht nur schön, sondern auch wichtig

Kreativität kann effizient und zeitgemäß trainiert werden – sie eröffnet unseren Schülern neue Horizonte und fördert ihre Entscheidungs- und Handlungskompetenz. Sie hilft dabei, positive Charakterzüge zu intensivieren und schulische Leistungen zu verbessern. Wenn wir etwas tun, das uns wirklich Freude bereitet, verschwenden wir in der Regel keine Gedanken an den Grund für dieses Tun. Wir arbeiten sozusagen drauflos und gehen zeitvergessen in der Tätigkeit selbst auf. Unsere Gedanken und Handlungen verschmelzen dabei zu einer wertfreien Erfahrung. In der psychologisch-philosophischen Forschung nennt man dieses Phänomen schlicht »Flow« (Csíkszentmihályi) oder auch »Autotelie« (Kant).

Im Kunstunterricht berücksichtigen wir jene aktuellen Erkenntnisse aus der Lernpsychologie ebenso wie wissenschaftlich-methodische Grundlagen auf der Basis von Geometrie, Architektur und Design. Moderne und traditionelle Inhalte des Unterrichts sind für uns gleichermaßen wichtig, um unseren Schülern die Möglichkeit einer ganzheitlichen und nachhaltigen Erfahrung dieses schönen Faches zu bieten.

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„Jeder Mensch ist ein Träger von Fähigkeiten, ein sich selbst bestimmtes Wesen, der Souverän schlechthin in unsrer Zeit. Er ist ein Künstler, ob er nun bei der Müllabfuhr ist, Krankenpfleger, Arzt, Ingenieur oder Landwirt. Da wo er seine Fähigkeiten entfaltet ist er Künstler“. (Josef Beuys)

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Aktuelles 2018

Im Rahmen des Programms „Deutschland plus“ des Pädagogischen Austauschdienstes der Kultusministerkonferenz fuhren am Samstag, 30. Juni, zwölf bulgarische Schülerinnen und Schüler in Begleitung von zehn engagierten Internatsschülern und zwei Lehrkräften des LSH sowie einer bulgarischen Lehrerin nach Nürnberg.

Erste Station war das ‚Neue Museum‘ mit seinen imposanten zeitgenössischen Installationen im Rahmen der aktuellen Kunstausstellungen unter dem Leitbegriff „Augengefühle“. Besonders beeindruckend für unsere Schüler zeigten sich dabei das „Kosmogonie“-Konzept von Tatiana Trouve und die Spiegelarbeiten des italienischen Arte-Povera-Künstlers Michelangelo Pistoletto. Auch die Design-Parallelwelten aus der Trilogie „East and West“ und nicht zuletzt die grautönigen Ölgemälde von Gerhard Richter aus der ständigen Sammlung erschufen interessante neue Blickwinkel auf die zeitgenössische Kunst und sorgten für einen spannenden und nachhaltigen Museumsbesuch.
Das architektonisch sehr gelungene Bauwerk mit seiner urban-modernen Ausstrahlung mitten in der Nürnberger Altstadt ist immer einen Besuch wert.

Daraufhin erkundeten wir die historische Altstadt mit der Lorenzkirche und dem bunten Obst- und Gemüsemarkt. Bei herrlichem Sonnenschein bot uns anschließend die hochgelegene Kaiserburg einen wunderbaren Ausblick auf das mittelalterlich geprägte Nürnberg.

Dieser Tagesausflug sowie eine vorherige viertägige Exkursion nach Straßburg bildeten die Höhepunkte des zweiwöchigen Aufenthaltes der bulgarischen Schülergruppe und ihrer betreuenden Lehrerin am LSH Wiesentheid. Die Gäste hatten sich diese Reise (sowie die Unterrichtsbesuche am LSH in der Zwischenzeit) mit ihren herausragenden Leistungen und Ergebnissen einer Deutsch-Olympiade in ihrem Heimatland erworben.

Gegen Abend fuhren wir mit unseren erschöpften aber zufriedenen Schülern zurück ins Internat, wo die Gäste die abschließende dreitägige Reise zur Saalburg und die morgige Tagesfahrt nach Iphofen erwarten.

Text: Axel Weiß, Veronika Finkel  / Fotos: Axel Weiß

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Bildergalerie Schülerarbeiten

Geschichten aus der Steinzeit – der Beginn der Malerei (Höhlenkunst / 5. Klasse):


Lyrisch-gestische Abstraktion
(Abstrakter Expressionismus, Informel, Tachismus / 10. Klasse):

Mischtechniken (Thema Menschenrechte):

Klassengemälde:

Pop Art:

Spuren (Grafik-Design):


Arbeiten mit Ton:

Farbkontraste (6. Klasse):

Plastisches Gestalten:

Moderne (10. Klasse):


Figur (Q 11):

Objekt (Q 11):


Kommunikation (Q 12):

Architektur (Q 12):


Gruppenarbeiten im Unterricht:

Typographie:

P-Seminar Wandgestaltung:

 

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(Text und Bildauswahl: Claudia von Hayek und Axel Weiss)