Biologie

             

Unsere Fachschaft mit den Kollegen:

  • Frau Nicola Dahmen
  • Herr Ralf Förster
  • Herr Walter Jambor
  • Herr Matthias Mann

Fachräume

P1060369

Mit dem bayerischen Kultusminister in einem unserer Fachräume

Fachprofil

Fachprofil Biologie:

Lehrpläne:

Jahrgangsstufe 5
Jahrgangsstufe 6
Jahrgangsstufe 8
Jahrgangsstufe 9
Jahrgangsstufe 10
Jahrgangsstufe 11/12

Grundwissen:

 

Eingeführte Lehrbücher:

  • Klasse 8, 9, 10:  Natura (Klett)
  • Q11/12: Linder Biologie (Schroedel)

 

W- und P-Seminare

Wettbewerbe

  • Experimente antworten
  • Jugend forscht

Umweltschule

Aktionen

Exkursionen

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Bayerischer Biodiversitätspreis an das LSH verliehen


Fünf Preisträger aus den Regierungsbezirken Schwaben, Oberbayern, Mittel- und Unterfranken haben den diesjährigen Biodiversitätspreis in München erhalten. Darunter verlieh Umweltminister Dr. Marcel Huber dem Gymnasium Steigerwald-Landschulheim Wiesentheid in Kooperation mit dem Bund Naturschutz, Ortsgruppe Wiesentheid den Sonderpreis.
Im Mittelpunkt der Projekte stand der Schutz von Gewässern und der darin vorkommenden Tier- und Pflanzenarten. Wie der Umweltminister Dr. Marcel Huber bei der Preisverleihung betonte: “Kleingewässer wie Teiche, Tümpel und Weiher sind Multitalente! In ihnen pulsiert das Leben. Unsere Heimat ist ohne die vielen kleinen Biotope undenkbar. Kleingewässer bereichern die biologische Vielfalt, erhöhen die Attraktivität unserer Naturheimat und tragen zum Hochwasserschutz bei. Um den Artenschwund aufzuhalten braucht es engagierte Menschen, die sich um die Umwelt kümmern. Der Biodiversitätspreis soll dazu beitragen, das Bewusstsein zu schärfen: Es sind oftmals die kleinen Dinge, mit denen Großes erreicht werden kann. Die Teilnehmer des diesjährigen Wettbewerbs haben mit ihren Projekten ganz wesentlich zu dem Erhalt wichtiger Lebensräume für bedrohte Arten beigetragen. Sie sind exzellente Vorbilder für den Arten- und Naturschutz in Bayern. Dieses besondere Engagement verdient Dank und Anerkennung.”
Der Bayerische Biodiversitätspreis “NaturVielfaltBayern” stand in diesem Jahr unter dem Motto “Stehende Kleingewässer – (H)orte der Artenvielfalt” und würdigte Projekte zum Schutz von Amphibien, Pflanzen und der einzigartigen Kleingewässer-Organismenwelt. Der Preis wird von der Stiftung Bayerischer Naturschutzfonds alle zwei Jahre ausgelobt und ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Prämiert werden besondere Projekte und Leistungen im Arten- und Biotopschutz, die die Bayerische Biodiversitätsstrategie in vorbildlicher Weise umsetzen. Mit einem Sonderpreis wird gewürdigt, dass sich auch Jugendliche im Rahmen eines Schulprojekts für die Artenvielfalt einsetzen.
Der Sonderpreis mit 1.000 Euro wurde von der Vermögensverwaltung des Naturschutzfonds bereitgestellt und an das Gymnasium Steigerwald-Landschulheim Wiesentheid als einzige Schule in Bayern verliehen. Ausgezeichnet wurde das Projekt “Werdsee mit Erlenbruchwald in Wiesentheid”. Seit 2009 kümmern sich die Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen unter der Leitung von Matthias Mann in Kooperation mit der Ortsgruppe Wiesentheid des Bund Naturschutzes um den ökologisch wertvollen Werdsee und den Erlenbruchwald. Der Markt Wiesentheid als Grundbesitzer des Schulbiotops und der Landschaftspflegeverband des Landkreises Kitzingen unterstützten das Projekt materiell und maschinell. Die umweltpädagogische Arbeit erstreckt sich von der Einrichtung eines kleinen Naturlehrpfades „Grünes am Radweg“ über das zweijährige Abfischen mit Schauaquarien und den vielen Unterrichtsgängen zum Zweck der Naturbeobachtung und der Pflege des „grünen Klassenzimmers“.

Text: Matthias Mann unter Verwendung der Pressemitteilung Nr.115/18 des Bay. Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz vom 27.07.2018

Foto: Pressefoto vom Bay. Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz vom 27.07.2018 (Fotograf Herr Kugler)

v.l.n.r. (obere Reihe): Staatsminister Dr. Marcel Huber, MdL; Thomas Jäger, Hauck & Aufhäuser , Norbert Schneider, Bund Naturschutz, Ortsgruppe Wiesentheid, Dr. Werner Knaier, 1. Bürgermeister Markt Wiesentheid, Matthias Mann, Koordinator der Umweltschule am LSH, Achim Höfle, stellv. Schulleiter am LSH, Rainer Wörz, Merck Finck; Claudia Lerchl, Hauck & Aufhäuser,
v.l.n.r. (untere Reihe)Georg Schlapp, Vorstand Bayer. Naturschutzfonds, Mathias Karb, Johannes Leckel, Jan Ebner und Laila Ateah, Schüler/innen am LSH

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Das grüne Klassenzimmer des LSH – der Werdsee im Spiegel der Jahreszeiten 5/17 (mit Audioaufzeichnung)

Mai 2017

Viel Regen bringt Segen, heißt eine alte Bauerregel und anschließend zeigte sich der Mai mit sommerlicher Hitze und Gewittern. Für die Vegetation konnte es kaum besser laufen.
Anfang Mai zeigte sich der Gefleckte Aronstab mit seiner besonderen Kesselfallenblüte. Durch den Uringeruch angelockt bestäuben die kleinen Schmetterlingsmücken die Blüte des giftigen Aronstabes. Die Sumpf-Schwertlilie besiedelt die Verlandungszonen stehender und fließender Gewässer und ist auch in Bruchwäldern zu finden. Sie wird in Deutschland als besonders schützenswert eingestuft. Die Gelbe Teichrose ist erst seit etwa fünf Jahren im Werdsee. Die Schwimmblattpflanze blühte heuer zum ersten Mal im großen Umfang.
Die Schülerinnen und Schüler der Jugend-forscht-Gruppe am LSH kescherten begeistert Wasserinsekten, Wasserflöhe(Kleinkrebse) und Wasserschnecken. Im NT-Fachraum wurde die „Ausbeute“dann mit der Lupe und dem Binokular näher bestimmt.
Bei dieser Gelegenheit bekamen die jungen Forscher eine richtige Wasserschlange zu Gesicht. Die noch nicht ausgewachsene, ungiftige Ringelnatter glitt durch das Wasser, um Beute zu machen. Kleine Fische und Frösche gehören zu ihrer Leibspeise. Das geschützte Reptil findet an den abwechslungsreichen Ufern des Schulbiotops einen idealen Lebensraum.
Sechs kleine Entenküken zeigten sich Anfang Mai mit ihrer wachsamen Stockentenmutter auf dem Werdsee. Zwei Wochen später ist ihr schnelles Wachstum gut erkennbar. Erbrütet wurden die Küken im Entenhäuschen, das vor fünf Jahren von einer 6. Klasse am Werdsee aufgestellt wurde.
Jetzt im Spätfrühling ist auch das Konzert der Seefrösche zu hören. Bei hochsommerlichen Temperaturen sind die ruffreudigen Tiere besonders aktiv. Wer will, kann sich die Audio-Aufzeichnungen des Froschkonzertes anhören.

Anregungen zur Naturbeobachtung im Juni:

• Igel-Beobachtungen im Garten? Falls du zur rechten Zeit am rechten Ort bist, ist dies möglich. Igel sind dämmerungs-und nachtaktiv. Sie verraten sich auf der Nahrungssuche in der Hecke durch lautes Rascheln im alten Laub.
• Keschern von kleinen Wasserlebewesen in Teichen und Tümpeln. Nehme ein kleines Küchensieb und lege es mit einem Nylonstrumpf aus. Eine Plastikschale und eine Lupe dürfen nicht fehlen. Und schon kann es losgehen! Vergesse zum Schluss nicht, die Lebewesen in das Gewässer zurückzusetzen.
• Fast überall findest du zwei- bis dreiblättrige Wasserlinsen in Teichen und Tümpeln. Die feinen Wurzel und Blättchen können besonders gut unter dem Mikroskop angeschaut werden.
Viel Spaß beim Naturgucken, über eine Rückmeldung würde sich OStR Mann freuen!

Text und Fotos: OStR Matthias Mann

 

Exkursionen

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Das grüne Klassenzimmer des LSH – der Werdsee im Spiegel der Jahreszeiten 3/17 (mit Audioaufzeichnung)

März 2017

Ein warmer, sonnenreicher März ist zu Ende gegangen. Die Pflanzenwelt explodierte regelrecht im Auwald.

Nachdem die Märzenbecher abgeblüht sind, schiebt sich der 2. Blütenpflanzenaspekt durch die aufgewärmte Erde. Neben dem lila-weißen hohlen Lerchensporn breitet sich ein lückiger Teppich des gelben Windröschens aus. Der typische Frühlingsgeophyt ersetzt im feuchteren Auwald das bekanntere Buschwindröschen.

Dieses massenhafte Auftreten der genannten Blütenpflanzen sichert vielen Insekten wie Wildbienen und Hummeln die erste Nahrung. Jetzt zu Beginn des Frühlings sind die Hummelköniginnen unterwegs, sie legen in ihren Erdnestern erste Vorräte an.

Die nächste Welle der Zugvögel hat den Auwald erreicht. Das Vogelkonzert läutet den Frühling ein. Über eine klangliche Kostprobe wird der Gesang der verschiedenen Vogelarten im Auwald erfahrbar. Neben den Neuankömmlingen, der Singdrossel, dem Zilpzalp und der Bachstelze singt Ende März auch die Mönchsgrasmücke. Sie sind Schnecken- und Insektenfresser und so von tierischer Kost abhängig.

Die wärmeren Nachttemperaturen, am besten bei Regenwetter, lockten die Amphibien aus ihren verborgenen Winterquartieren. Die Laichballen in den kleinen Tümpeln neben dem Werdsee zeugen von der nächtlichen Aktivität des Grasfrosches. Auch lässt sich der bis handtellergroße Seefrosch beim Sonnen am Teichrand beobachten.

Die Schule nutzte die Laich- und Amphibienfunde zur Naturbeobachtung.

Anregungen zur Naturbeobachtung im April:

• Wie läuft die Weinbergschnecke? Lasse die Schnecke auf einer Glas- oder Plexiglasscheibe kriechen und schaue sie von unten an.

Wie sieht die Blüte der Esche aus? Dazu brauchst Du ein Fernglas. Nur große Bäume treiben Blüten. Wie die Rinde der Esche aussieht, findest du im Internet.

Wann erscheint der Kleine Fuchs? Ein Schmetterling, der seine Eier auf der Brennnessel ablegt.

Notiere dir das Datum, wann Du zum ersten Mal die Schwalben, Mehl- und Rauchschwalbe siehst!

Viel Spaß beim Naturgucken, über eine Rückmeldung würde sich OStR Mann freuen!

Audio – Vogelkonzert im Auwald des Schulbiotops Werdsee:

(Text, Fotos und Audioaufzeichnung: OStR Matthias Mann)

 

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Wildbienen willkommen – Insektenhotel am LSH

Wildbienen, die im Gegensatz zu den Honigbienen solitär leben, spielen eine wichtige Rolle im Naturhaushalt. Da ihr Lebensraum in den letzten Jahrzehnten stark geschrumpft ist, sorgten die Schüler der Klasse 9a im Rahmen der Projekttage 2016 für teilweise Abhilfe. Aus Fichtenholz, Lochziegeln, Ästen, Rinde, Kieferzapfen, Bambus, Schilfrohr und Stroh bauten sie unter Anleitung des Biologielehrers Herrn Ralf Förster verschiedene Insektenhotels. Die kleineren Formate wurden noch während der Projekttage verkauft. Das größte Haus wurde jetzt im Frühjahr – passend zum Unterrichtsstoff der 8. Klasse – unter der Regie vom Kollegen Herrn Gisbert Wagner an der besonnten, geschützten Süd-Ost-Seite des LSH von den Schülern der Klassen 8a und 8b montiert.
Hier können die Schüler nun den Einzug und das Leben unserer neuen Gäste beobachten – keine Sorge Wildbienen stechen nicht. Wir wünschen uns regen Besuch und freuen uns wenn wir im nächsten P-Seminar der Oberstufe „Natur gestalten im Umfeld unserer Schule“ Blumenwiesen schaffen, um den Wildbienen ein noch besseres Überleben zu ermöglichen.

Text: OStR Ralf Förster

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Amphibien hautnah

Im Rahmen ihres Natur und Technik-Unterrichtes besuchte die Klasse 6a mit ihrer Bio-Lehrerin, Nicola Dahmen den Amphibienzaun an der Reupelsdorfer Straße. Mit dem Ziel, die Amphibien auf ihrer Wanderung zum Laichgewässer hautnah zu erleben, starteten die Schüler/Innen „bewaffnet“ mit Handschuhen und Eimern in Richtung Reupelsdorf. Die morgendliche Kontrolle am „Krötenzaun“ bestand darin, die eingegrabenen Eimer am etwa 300 m langen Zaun nach Amphibien abzusuchen, sie anschließend über die Straße zu tragen und im Weiher wieder frei zu lassen.

Die Freude war groß, dass sich trotz einer kalten Nacht einige Erdkröten in den Eimern befanden. Es gehörte schon etwas Mut dazu, eine lebende Erdkröte in der Hand zu halten. Die wechselwarmen Tiere machten es den Schülern leicht, da sie aufgrund der tiefen Außentemperaturen fast bewegungslos waren.

Seit vier Jahren wird der Amphibienzaun an der Reupelsdorfer Straße zwischen Mitte März und Mitte April von der Familie Stöcker kontrolliert. Mehr als 400 Erdkröten, einige Berg- und Teichmolche werden jährlich in einer Früh- und Abendkontrolle über die Straße getragen. In diesem Jahr wechselten schon 155 Tiere die Straßenseite. Die Untere Naturschutzbehörde aus Kitzingen stellt den Zaun auf und verhindert so, dass wie an etwa zehn weiteren Standorten im Landkreis die kleinen lokalen Amphibienpopulationen durch den Straßenverkehr langfristig vernichtet werden.

So erfahren die Schüler/innen vor Ort, welche Probleme im Naturschutz auftreten und man durch einfache Mittel helfen kann. Bio-Lehrer Matthias Mann informierte als Gebietsbetreuer über das verborgene, schützenswerte Leben der Erdkröten.

Text: Matthias Mann / Fotos: Nicola Dahmen

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Regionalwettbewerb Unterfranken „Jugend forscht – Schüler experimentieren 2017“

Wir waren dabei!

Vier Schülerinnen und Schüler des LSH stellten sich beim Regionalwettbewerb Unterfranken „Jugend forscht – Schüler experimentieren 2017“ in Schweinfurt der Konkurrenz. 123 Jugendliche mit 84 Arbeiten nahmen an dem Wettbewerb teil. Über 350 Gäste konnte die Region Mainfranken GmbH als Patenunternehmen von „Jugend forscht“ in der Veranstaltungshalle der ZF Friedrichshafen AG begrüßen.

In der Feierstunde konnten die Teilnehmer/innen die Urkunden und Preise vom Schweinfurter Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Hans-Jürgen Schneider, Standortleiter der ZF Friedrichshafen AG, Regierungsvizepräsident Jochen Lange sowie Regionalwettbewerbsleiter OStD Joachim Fertig entgegen nehmen.

Die Schülerinnen und Schüler der Q12, Julia Barthelme und Chiara Britting traten mit ihren Seminararbeitsthemen im Fach Biologie und Jonas Schellhorn und Philipp Kriegbaum im Fach Chemie an. Jonas Schellhorn erzielte mit seiner Arbeit „Allicin – Inhaltliche Konzentration in Knoblauchprodukten und dessen Wirkung“ den 3. Platz bei „Jugend forscht“ in der Kategorie Chemie.

Die Schule gratuliert den vier Teilnehmern des LSH sehr herzlich und ist beeindruckt von der Beharrlichkeit im naturwissenschaftlichen Arbeiten, dem Präsentationsgeschick und dem Mut, sich einer solch hochrangigen Wettbewerbsjury zu stellen.

Text / Fotos: OStR Matthias Mann

Fotos:

Jug f (1): „Jugend forscht“-Teilnehmer(v.l.): Philipp Kriegbaum, Jonas Schellhorn, Julia Barthelme(Chiara Britting nicht anwesend)
Jug f (2): Wettbewerbsstand Julia Barthelme
Jug f(3): Wettbewerbsstand Jonas Schellhorn
Jug f(4): Wettbewerbsstand Philipp Kriegbaum
Jug f(5): Verleihung der Urkunde und des Preises von den Honoratioren an Jonas Schellhorn
Jug f(6): Veranstaltungshalle der ZF Friedrichshafen AG in Schweinfurt
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Das grüne Klassenzimmer des LSH – der Werdsee im Spiegel der Jahreszeiten

Februar 2017

Endlich wich das frostig, kalte Wetter einigen wärmeren Sonnentagen, der Teich bekam seine Wasseroberfläche zurück.

Frühjahrsputz“ war am Schulbiotop Werdsee angesagt. Die Klasse 7a unter der Leitung von Herrn Katzenberger und die Klasse 10b mit Herrn Mann schnitten Bäume, entfernten das alte Gras und reinigten die Nistkästen und die Schautafeln. Mit Unterstützung der Marktgemeinde Wiesentheid wurde Müll gesammelt und entsorgt. Mit einer abschließenden Brotzeit bedankte sich die Schule für die geleistete Arbeit.

Ein weiterer Zugvogel machte auf sich aufmerksam, die Ringeltaube. Die Taube mit dem charakteristischen, halben weißen Halsring war mit dem bogenförmigen Balzflug und dem Flügelklatschen auf Partnersuche. Die ursprünglich in Wäldern beheimatete Taube siedelt immer öfter auch in Parkanlagen und Baumgruppen der Dörfer und Städte.

Auf der freien Wasserfläche des Werdsees konnten auch größere Trupps von Stockenten beobachtet werden. Wer genau beobachtet, sieht dass die Enten schon verpaart sind und der Erpel im voll ausgefärbten Prachtkleid sein erdfarbenes Weibchen bewacht. Es dauert nicht mehr lange, da lösen sich die Gruppen auf und das Brutgeschäft beginnt.

Im braunen, blattlosen Erlenbruchwald zeigt sich das erste Grün. Was die ersten Frühjahrsblüher im Garten sind, wie Winterlinge und Schneeglöckchen, sind im feuchten, nährstoffreichen Auwald des Werdsees die Märzbecher oder auch Frühlingsknotenblume genannt. Das Amaryllisgewächse stand schon Ende Februar in der Vollblüte, dies könnte ein Hinweis auf den Klimawandel sein. Die streng geschützte Pflanze wird im Erlenbruch des Werdsees immer seltener, da ihr die zunehmende Trockenheit zu schaffen macht.

Anregungen zu Naturbeobachtungen im März:

• Seltsam, die Stockenten-Männchen haben auf dem Foto einen grünen oder blauen Kopf!
– Wie kommen die unterschiedlichen Gefiederfarben zustande?
• Erste Laichballen werden am Gewässerrand abgelegt und zeigen den Beginn der Laichwanderung der Amphibien an!
– Um welche Amphibien handelt es sich?
• Bald zeigen sich am Radweg des Werdsees die gelben Blüten des Huflattichs, die Blätter der Heilpflanze treiben erst später aus.
– An welchen Stellen wächst der Huflattich und woher hat er seinen Namen?

Viel Spaß beim Naturgucken, über eine Rückmeldung würde sich OStR Mann freuen!

 

 

Januar 2017

Beißender Frost überzog 28 Tage den Landkreis Kitzingen, mit – 2,7 Grad Durchschnittstemperatur bildete der Werdsee eine tragfähige Eisschicht. Die Natur war immer noch auf Sparflamme eingestellt. Von den Sämereien und Früchten der Hecke lebten die Standvögel wie Amseln, Kohl- und Blaumeisen. Der Zaunkönig hüpfte aufgeregt im Unterholz umher und suchte nach Kleininsekten. Nach Aas schauten die Rabenvögel wie die schon verpaarten Rabenkrähen und die Elstern. Der Eichelhäher ernährte sich von seinen im Herbst versteckten Samen. Trommelwirbel ließen sich im angrenzenden Auwald hören, der Buntspecht hat schon mit seiner Balzzeit begonnen. Der Dompfaff lebte von Sämereien und den noch in der Winterruhe befindlichen Knospen der Bäume. Doch mit der Wacholderdrossel war die erste Zugvogelart im Schulbiotop Werdsee eingetroffen. Der angrenzende Fasanenbach war nur noch an wenigen Stellen offen und so schützte die Eisschicht, ebenso wie beim Teich, die Gewässerorganismen vor Fressfeinden aus der Luft.

Anregungen zu Naturbeobachtungen im Februar:
Eichhörnchen mit den Blicken verfolgen und seine Futterverstecke finden!
Wo ruft das „Käuzchen“?
Der Vogel des Jahres 2017, der Waldkauz ist in Balzstimmung!
Kastanien- oder Fliederblütenknospen einfach längs mittig aufschneiden und staunen!

Viel Spaß beim Naturgucken, über eine Rückmeldung würde sich OStR Mann freuen!

Fotos von OStR Matthias Mann:
1 Werdsee mit Blick auf die Schule
2 Auwald Werdsee
3 Amsel auf Weißdornbusch
4 tiefgekühlte Hagebutten als Vogelnahrung
5 Fasanenbach Wasserfall

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Abfischen im Schulbiotop Werdsee

Bei nasskaltem Wetter zappelten viele Fische im Netz. Der Angelverein ASV Petri Heil Schweinfurt 1923 e.V. fischte in Wiesentheid mit Unterstützung von Schülern der 6. Klassen des Gymnasiums Steigerwald-Landschulheim Wiesentheid den Werdsee ab. Vorwiegend Schuppenkarpfen, Zander und Rotfedern konnten an Land gezogen werden. Die Schule nutzt den Teich der Marktgemeinde als Schulbiotop und so präsentierten die Schüler und Schülerinnen mit ihren Lehrern der lokalen Bevölkerung in Schaubecken die vielfältige Unterwasserwelt. Ausgerüstet mit Keschern und Eimern suchten die Schüler nach den unterschiedlichen Wasserlebewesen. Neben fünf verschiedenen Fischarten konnten auch fast handtellergroße Signalkrebse und Seefrösche gezeigt werden. Auch die im Wasser nur schwer zu entdeckenden Teich- und Malermuscheln, die einen wichtigen Beitrag zur Gewässerreinigung leisten, konnten im Aquarium beobachtet werden.

 

Text: Matthias Mann / Foto links: Matthias Mann – Schüler und Schülerinnen der 6. Klassen des LSH mit ihren Biologielehrer Ralf Förster; Foto rechts: Ralf Förster – Mitglieder des ASV Petri Heil, Schüler und Schülereinnen der 6. Klassen des LSH und Biologielehrer Matthias Mann