Geologie zum Anfassen

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Exkursion des LSH Wiesentheid ins Nördlinger Ries

Es ist eine gute Tradition, dass sich die Nachwuchsgeographen und –geologen des LSH Wiesentheid alljährlich aufmachen, um im Nördlinger Ries Schulbuchinhalte praktisch erlebbar zu machen. In diesem Schuljahr waren erstmals nicht nur die 5. Klassen, sondern auch zwei Geologiekurse der 11. Klasse beteiligt. Unter Leitung von Frau Dr. Ulrike Sandmeyer-Haus erfuhren die Schülerinnen und Schüler betreut von fünf Lehrkräften welches Erbe der 1 km große Riesmeteorit, der vor ca. 15 Millionen Jahren bei Nördlingen einschlug, bis heute in der Landschaft hinterlassen hat.

Die 5. Klassen besuchten zunächst eine Führung im Rieskratermuseum Nördlingen und stiegen dann auf den Kirchturm der St. Georgkirche, wo sie nicht nur vom Türmer begrüßt wurden, sondern auch einen eindrucksvollen Rundblick auf den Riesrand genossen. Die Geologiekurse der Oberstufe erhielten in zwei verschiedenen ehemaligen Steinbrüchen einen Einblick in praktisches geologisches Arbeiten.

Zum Abschluss des anschaulichen Programms trafen sich beide Schülergruppen am Steinbruch „Alte Bürg“, wo die Oberstufenschüler die Gelegenheit hatten, ihr frisch erworbenes Wissen an ihre jüngeren Mitschüler weiter zu geben. Beide Schülergruppen profitierten von dieser Form des „Lernens durch Lehren“ – Die Oberstufenschüler verfestigten und testeten ihr noch frisches Wissen, die 5. Klassen genossen die Aufmerksamkeit der „Großen“ in überschaubaren Gruppen, konnten aber ebenfalls bereits fundiertes Grundwissen zum Thema einbringen.

Die beiden Oberstufenschüler Simon Friedrich und Lena Müller beschrieben ihre Eindrücke vom Exkursionstag auf folgende Weise:

„Am 8. April 2014 starteten wir zusammen mit den fünften Klassen und bester Laune unsere Exkursion nach Nördlingen. Während der Fahrt setzte Regen ein. Doch davon ließen wir uns nicht unterkriegen, geschweige denn die Laune verderben. Nach Absetzen der Fünftklässler im Stadtkern von Nördlingen fuhren wir weiter zum Steinbruch „Lindle“ südlich der Stadt. Dort angekommen probierten wir gleich die neuen „Geologenhämmer“ der Schule aus und begannen mit der geologischen Arbeit. Wir untersuchten verschiedene Aspekte der Gesteine wie beispielsweise Härte, Löslichkeit aber auch die Spaltbarkeit. Trotz des strömenden Regens gelang es uns, die Ergebnisse schriftlich zu fixieren. Während des gesamten Aufenthalts wurden wir von der Seminarleiterin Frau Dr. Sandmeyer-Haus unterstützt, die ihr Fachwissen bereitwillig an uns Schüler weitergab. Mittlerweile wurde das Wetter auch wieder besser, so dass wir beim anschließenden Rundgang durch den Steinbruch auf einem extra angelegten Geologenpfad nicht nass wurden. Hier erhielten wir einen Einblick in die Dimensionen des Meteoriteneinschlags, der sich vor ca. 15 Millionen Jahren ereignete.

Gegen Mittag machten wir uns dann auf dem Weg zum Gasthaus „Jagdhaus Alte Bürg“, wo wir eine kleine Stärkung zu uns nahmen.

Danach ging die Exkursion im Steinbruch „Alte Bürg“ weiter. Dort untersuchten wir mit verschiedenen Hilfsmitteln den geologischen Aufbau und die unterschiedlichen Gesteine. Nach Beendigung der Analyse trafen wir wieder auf die fünften Klassen. Wir teilten uns jeweils in Gruppen auf und stellten den Kindern themenorientierte Fragen. Diese beantworteten sie mit Bravur. Erschöpft, aber mit viel neuem Wissen, traten wir zusammen die Heimreise an.“

Text: Dr. Ulrike Sandmeyer-Haus und die Oberstufenschüler Simon Friedrich und Lena Müller (Q11)

 

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