Hexenkessel in Wiesentheid

Musiktheater Hexenkessel 2014  1

Musiktheatergruppe des Gymnasiums Steigerwald Landschulheim begeistert Publikum

Es grenzt an Hexerei, was Evi und Gerd Semle in Wiesentheid auf die Bühne gestellt haben! Ein über 70köpfiges Ensemble aus Schauspielern, Musikern, Tänzern, Bühnenbildnern, Technikern, Maskenbildnerinnen und Kostümschneiderinnen zauberten am 10. Juli 2014 ein unvergessliches Hexenmusikspektakel in die Turnhalle des Wiesentheider Gymnasiums. Die Welturaufführung des Musicals: „Mitten im Hexenkessel“ wurde vom Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Turnhalle mit stehenden Ovationen und lang anhaltendem Applaus begeistert gefeiert.
„Wir mussten in diesem Schuljahr ganz neue Wege gehen“ bekannte die Leiterin der Musiktheatergruppe, die Deutschlehrerin Evi Semle. Nachdem sich über 40 Schülerinnen und Schüler für ihren Wahlkurs am Gymnasium angemeldet hatten, konnte kein Bühnenstück für so viele Darsteller gefunden werden. Also griff die kreative Lehrerin selbst zur Feder und verfasste ein völlig neues Musiktheaterstück. Die Melodien und Lieder hierfür komponierte ihr Ehemann, der Musiklehrer Gerd Semle.
Nach einer schwungvollen Ouvertüre mit den musikalischen Motiven der verschiedenen Charaktere und Lieder ging es direkt hinein, in einen wahren „Hexenkessel“ von lustigen Szenen und mitreißenden Liedern. Über drei Stunden begleitete das Wiesentheider Premierenpublikum die drei Hauptdarstellerinnen, die Hexen Walburga (Lilly Barnhart), Trudhilde (Gina Wenner) und Rapunzel (Emelie Rehberger), auf ihrer Reise durch die Hexenwelt, immer auf der Suche nach einem verschollen geglaubten Hexenbuch. Der Text und die Lieder waren allen Charakteren dermaßen perfekt auf den Leib geschrieben bzw. komponiert, dass es immer wieder anhaltenden Szenenapplaus für die kleinen und großen Darsteller auf der Bühne gab. Die bis in die kleinste Nebenrolle dargebotene schauspielerische Höchstleistung offenbarte, mit wie viel Spaß und Freude die einzelnen Akteure auf der Bühne agierten. Zusammen mit den farbenprächtigen, kreativen Kostümen und der perfekt auf die Szenenfolgen abgestimmten Licht- und Tonregie gelang allen Beteiligten ein unvergesslicher Musicalabend in Wiesentheid. Und als dann am Ende die spielfreudige und höchst musikalische Liveband unter der Leitung von Gerd Semle nochmals eine extra Zugabe gespielt hatte und der Abend ausklang, waren sich alle Premierengäste einig: letztendlich war es wohl doch keine Hexerei, sondern nur viel Arbeit in der Vorbereitung sowie sichtlich und hörbar noch viel mehr Spaß am Aufführungsabend, den alle Zuschauer in vollen Zügen genießen konnten. Und deshalb es war es eben auch keine Hexerei, dass alle Gäste regelrecht verzaubert den Heimweg antraten.

(Verfasser: Harald Godron)