Nürnberg-Fahrt mit Gästen aus Bulgarien

Im Rahmen des Programms „Deutschland plus“ des Pädagogischen Austauschdienstes der Kultusministerkonferenz fuhren am Samstag, 30. Juni, zwölf bulgarische Schülerinnen und Schüler in Begleitung von zehn engagierten Internatsschülern und zwei Lehrkräften des LSH sowie einer bulgarischen Lehrerin nach Nürnberg.

Erste Station war das ‚Neue Museum‘ mit seinen imposanten zeitgenössischen Installationen im Rahmen der aktuellen Kunstausstellungen unter dem Leitbegriff „Augengefühle“. Besonders beeindruckend für unsere Schüler zeigten sich dabei das „Kosmogonie“-Konzept von Tatiana Trouve und die Spiegelarbeiten des italienischen Arte-Povera-Künstlers Michelangelo Pistoletto. Auch die Design-Parallelwelten aus der Trilogie „East and West“ und nicht zuletzt die grautönigen Ölgemälde von Gerhard Richter aus der ständigen Sammlung erschufen interessante neue Blickwinkel auf die zeitgenössische Kunst und sorgten für einen spannenden und nachhaltigen Museumsbesuch.

Das architektonisch sehr gelungene Bauwerk mit seiner urban-modernen Ausstrahlung mitten in der Nürnberger Altstadt ist immer einen Besuch wert.

Daraufhin erkundeten wir die historische Altstadt mit der Lorenzkirche und dem bunten Obst- und Gemüsemarkt. Bei herrlichem Sonnenschein bot uns anschließend die hochgelegene Kaiserburg einen wunderbaren Ausblick auf das mittelalterlich geprägte Nürnberg.

Dieser Tagesausflug sowie eine vorherige viertägige Exkursion nach Straßburg bildeten die Höhepunkte des zweiwöchigen Aufenthaltes der bulgarischen Schülergruppe und ihrer betreuenden Lehrerin am LSH Wiesentheid. Die Gäste hatten sich diese Reise (sowie die Unterrichtsbesuche am LSH in der Zwischenzeit) mit ihren herausragenden Leistungen und Ergebnissen einer Deutsch-Olympiade in ihrem Heimatland erworben.

Gegen Abend fuhren wir mit unseren erschöpften aber zufriedenen Schülern zurück ins Internat, wo die Gäste die abschließende dreitägige Reise zur Saalburg und die morgige Tagesfahrt nach Iphofen erwarten.


 

Text: Axel Weiß, Veronika Finkel  / Fotos: Axel Weiß