Fahrt der Achtklässler des Gymnasiums Wiesentheid zu Outward Bound

Challenge – Soziale Kompetenzen: dies war das Motto des erlebnispädagogischen Seminars des weltweit operierenden Veranstalters Outward Bound, an dem 60 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Steigerwald Landschulheim Wiesentheid vom 24.07. – 28.07. in Begleitung der Lehrkräfte German Bertele, Ralf Förster, Dorothea Schenker und Sigrid Stahl teilgenommen haben. Die Fahrt wurde erstmals mit Schülerinnen und Schülern der 8. und nicht wie bisher der 10. Jahrgangsstufen durchgeführt, mit dem Ziel, die Klassengemeinschaft zu stärken.

Am Sonntagmorgen startete die Gruppe in Richtung Baad im Kleinwalsertal (Österreich), wo am frühen Nachmittag das Quartier bezogen werden konnte und die Teilnehmer im Anschluss an eine kurze Vorbesprechung ins Klettertraining eingewiesen wurden. Das Programm der Woche gestaltete sich vielseitig und wurde z.T. auf die Vorlieben der Schülerinnen und Schüler abgestimmt. Unter der Anleitung verschiedener Trainer fanden diverse Aktivitäten statt, so z.B. eine Bachbettwanderung, eine Gipfeltour, der Besuch des hauseigenen Hochseilgartens sowie die Konstruktion einer Seilbrücke zum Überqueren einer Schlucht. Ein Höhepunkt des Aufenthaltes war sicher die eigenständige Planung und Durchführung einer zweitägigen Tour zu einer Selbstversorgerhütte ohne Strom, bei der viele erstmals die Erfahrung machen konnten, wie es ist, ohne Luxus und in völliger Abgeschiedenheit zu nächtigen und sich um alles – das Finden der Route, das Kochen, den Abwasch, die Müllentsorgung – selbst zu kümmern. Ziele der Aktionen waren neben der Förderung von Rücksichtnahme, Verantwortungsbewusstsein und Durchhaltevermögen das Überwinden eigener Grenzen, die Stärkung des Zusammenhalts innerhalb der Gruppe sowie das Reflektieren und Verbalisieren gruppendynamischer Prozesse. Die Schülerinnen und Schüler erledigten ihre Aufgaben trotz anfänglicher Skepsis insgesamt mit großem Engagement und anhaltender Begeisterung, auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte.
Es besteht kein Zweifel, dass die Fahrt allen etwas gebracht und den meisten Schülerinnen und Schülern sehr gut gefallen hat; allerdings gibt es Überlegungen, die Veranstaltung an den Schuljahresanfang zu verlegen, weil dies für die Klassengemeinschaft noch ‚ertragreicher‘ wäre.

Text: Sigrid Stahl / Bilder: Ralf Förster