Online-Schülerzeitung ELESHALER 2015/16

LSH schenkt Freude

Das letzte Klassensprecherseminar am Steigerwald Landschulheim Wiesentheid hatte dieses Schuljahr ein ganz spezifisches Thema. Aufgrund der aktuellen politischen und auch gesellschaftlichen Situation in Deutschland einigten sich die Verbindungslehrer gemeinsam mit den Klassensprechern und SMV-Mitgliedern auf das Thema Flüchtlinge. In den zwei Tagen des Seminars setzten sich die Schülergruppen intensiv mit diesem Thema auseinander.

Um dieses Themengebiet zu intensivieren, besichtigten die Schülersprecher gemeinsam mit den Verbindungslehrern Eva Burkard und Axel Weiß am 28.11.2015 die Jugendhilfe Einrichtung Maria Schnee in Lülsfeld. In dieser Institution, die ursprünglich ein Kloster war, sind derzeit 29 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge aus Afghanistan und Eritrea untergebracht. Bereits nach diesem Besuch stand fest, dass das LSH auf jeden Fall eine Kooperation gemeinsam mit dieser Einrichtung eingehen will. Zudem hatte die Sozialkunde- und Englischlehrerin Frau Burkard schnell eine Idee: In den letzten Jahren ist es bereits Tradition an unserer Schule gewesen, das Projekt „Weihnachten im Schuhkarton“ zu unterstützen. Bei dieser Aktion füllten Schüler Schuhkartons mit kleinen Geschenken. Diese wurden dann in hilfsbedürftige Länder wie z.B. Bosnien geschickt. Ein Nachteil dieser Aktion war, dass es bestimmte Kriterien für die Geschenke gab, z.B. mussten alle Gegenstände neu sein und bei Lebensmitteln gab es ein bestimmtes Mindesthaltbarkeitsdatum zu beachten. Daher machte sie den Vorschlag, 29 Päckchen für die Jungs in Lülsfeld zu packen, die die Schülersprecher dann vor Weihnachten persönlich überreichen. Dabei konnte man auch gebrauchte Artikel verschenken. Besonders angefragt waren Stifte, Hefte, Fußballartikel, Computer-Spiele, DVDs und Zeitschriften. Diese Aktion fand bei unseren Schülern sehr großen Anklang und somit hatten wir bis zum 23.12.2015 für jeden Flüchtling ein Geschenkpaket. Ein weiterer großer Karton mit T-Shirts wurde von einer Schülerin gespendet. Alle Pakete luden die Schülersprecher dann am Tag vor Heiligabend in die Autos der Verbindungslehrer. Bereits auf der Hinfahrt zum Flüchtlingsheim wurde gute Stimmung in Form von Weihnachtsliedern verbreitet.

Als wir in der Einrichtung ankamen, wurden wir schon freudig erwartet. Im großen Wohnzimmer empfingen uns die 13- bis 17-Jährigen und sangen ein Lied zur Begrüßung. Danach erklärte die Betreuerin Doris Tröppner den Jungs unser Vorhaben und gingen anschließend gemeinsam auf den Parkplatz und entluden die Autos. Schon beim Anblick der vielen bunten Päckchen strahlten die Augen der Jungs. Wieder im Wohnzimmer des Hauses wurden alle Geschenke unter dem Weihnachtsbaum platziert. Diese wurden darauf von den Schülersprechern an die Jugendlichen verteilt. Im Anschluss daran durften die jungen Männer ihre Präsente sofort auspacken. Die Freude war sichtlich groß und begeistert zeigten die Jungs untereinander ihre Geschenke herum. Auch die Schülersprecher mischten sich unter die Flüchtlinge und unterhielten sich angeregt mit ihnen. Ein Gespräch mit einer Betreuerin ergab, dass die älteren Flüchtlinge gerne einmal eine Schule besichtigen würden. Die Lehrer sicherten hierbei die Unterstützung unserer Schule zu und vereinbarten einen Termin im Januar. Zwei Jungs führten uns nach der Unterhaltung noch ein wenig im Haus herum und zeigten uns unter anderem die Klassenzimmer. Dort veranschaulichten sie uns unter anderem ihre Flucht anhand einer Weltkarte.

Insgesamt war es ein sehr schöner Nachmittag und es war sehr herzerfüllend anderen Menschen eine Freude zu bereiten.
Wir freuen uns sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit der Institution Maria Schnee in Lülsfeld.

Lena Christel, Fabia Junker, Q11
(Fotos: Axel Weiss)

Nikolaus beschenkt Schüler am LSH

Dieses Schuljahr fand wieder die traditionelle Nikolausaktion der SMV am Steigerwald Landschulheim in Wiesentheid statt.
Die Schüler konnten im Zeitraum vom 26.11.2015 bis zum 30.11.2015 zum Preis von einem Euro einen Nikolaus aus Schokolade für ihre Mitschüler und auch Lehrer kaufen und einen Zettel mit einem persönlichen Gruß ausfüllen. Wie im letzten Jahr hat unsere Schule wieder mit dem Gymnasium Münsterschwarzach und der Mädchenrealschule Volkach kooperiert.
Wie auch im vergangenen Schuljahr hat diese Aktion bei den Schülern großen Anklang gefunden, jedoch konnten wir den letztjährigen Rekord von unglaublichen 686 Nikoläusen diesmal nicht brechen. Die siebte Jahrgangsstufe war mit insgesamt 148 Nikoläusen der diesjährige Jahrgang mit den meisten zugesandten Nikoläusen.
Die Planung der Nikolausaktion ist organisatorisch, ein sehr hoher Aufwand. Man muss gut einschätzen können, wie hoch die Nachfrage an Nikoläusen sein wird, um diese rechtzeitig bei einem Kaufhaus reservieren zu können. Für die nötige Promotion müssen im Voraus Plakate entworfen und aufgehängt werden. Auch über das Layout der Grußzettel müssen sich die Mitglieder der SMV Gedanken machen. Des Weiteren muss der Verkauf an verantwortungsbewusste Personen übergeben werden, damit alles geordnet und sorgfältig abläuft. Nach den Verkaufstagen müssen alle Zettel ausgewertet, zurechtgeschnitten und nach Klassen sortiert werden. Anschließend müssen die Nikoläuse abgeholt werden, wobei bei der großen Menge ein Transportproblem leicht auftreten kann. Glücklicherweise besitzt ein Mitglied der SMV einen großen Bus und hat sich dazu bereit erklärt diese abzuholen und nach Wiesentheid zu transportieren. Schlussendlich müssen noch Kostüme für die Verteiler besorgt werden. Hierbei haben wir auf den Kostümverleih Wiesentheid sowie auf den Bestand der SMV zurückgegriffen.
Am 7.12.2015 wurden die Nikoläuse von zwei Teams von vier oder fünf Personen ausgetragen. Diese bestanden aus einem Nikolaus, einem Engel, einem Knecht Ruprecht und einem oder zwei Träger. Die Gruppen gingen von Klasse zu Klasse und ließen diese zuerst ein Weihnachtslied singen bevor der Engel die einzelnen Namen der Schüler vorlas, welche dann einen Nikolaus bekamen. Teilweise kam es auch vor, dass sich Klassen weigerten zu singen, jedoch entschieden sie sich dann schnell doch noch zu singen, als die Gruppe, ohne die Nikoläuse zu verteilen, wieder gehen wollte.
Abschließend bleibt zu sagen, dass diese Aktion wieder ein voller Erfolg war und die nächsten Jahre sicher fortgeführt wird.

Fabia Junker, Q11
SMV Nikolaus 2 Nikolaus

Mit Teamgeist zur neuen Schülerzeitung

Die Redaktion des ELESHALER besuchte ein Seminar in Kloster Banz

Wie gestaltet man eine Schülerzeitung? Diese Frage stellten wir uns alle, nachdem wir uns für das Wahlfach bzw. Seminar eingetragen hatten, denn viel über das Interview, das Layout und Artikelschreiben wussten wir nicht. Umso mehr freuten wir uns auf das Seminar in Kloster Banz, das schon sehr interessant anfing: Man sollte eine ungewöhnliche Geschichte seines Banknachbarn vorstellen und dabei vorgehen wie ein professioneller Journalist: alles hinterfragen, nicht lockerlassen. Zwei Geschichten, die mich besonders fasziniert haben, waren zum einen die Geschichte über den einjährigen Gefängnisaufenthalt in Indien des Vaters eines Layouters unserer Schülerzeitung, der wegen Widerspruch gegen einen Polizisten dort verhaftet wurde. Zum anderen die unglaubliche Geschichte unserer türkischen Redakteurin. Wegen ihrer blassen Haut, ihrer blonden Haare und blauen Augen wurde sie als Baby an einem türkischen Flughafen von einer Polizistin gemopst und umhergereicht, da nur die wenigsten so etwas schon einmal gesehen hatten.
Diese Aufgabe war eine gute Vorbereitung auf den abendlichen Vortrag eines Zeitzeugen des Mauerfalls, Thomas Lukow, mit dem Thema „25 Jahre Deutsche Einheit“. Wir notierten uns viele Informationen, damit wir eine „Seminarzeitung“ mit dem Namen „DIREKT.“ produzieren konnten. Auch ein anschließendes Interview mit unserem Gast half uns weiter. Nach der Einführung in den Bereich Layout teilte sich unser Team in zwei Gruppen auf, die Schreiber und die Layouter, und wir begannen zu arbeiten. Dadurch lernten wir Teamarbeit und Produktivität zu schätzen und erfuhren auch mehr über unsere Kollegen, aber auch uns selbst. Wie ehrgeizig sind die anderen, wie ehrgeizig bin ich? Können vielleicht meine Schwächen durch Kompetenzen anderer ausgleichen werden, oder umgekehrt? Wann ist es hilfreich, im Team zu arbeiten, wann ist es hinderlich?
Am Schluss waren nicht nur die Seminarleiter, sondern vor allem wir mit dem Endprodukt zufrieden und wir merkten, wie hilfreich doch zwei, drei Tage in der Obhut von erfahrenen Redakteuren und Layoutern sein können. Wir wissen jetzt, dass wir in der Lage sind unsere Zeitung professionell und kreativ zu gestalten, um nicht nur uns, sondern auch unseren Mitschülern Abwechslung und Spaß im oft grauen Schulalltag zu bereiten.


Agatha Heinold, 10c

Schüleraustausch nach Liberec in Tschechien 2015

Nach den Sommerferien war es wieder so weit: Insgesamt 25 Schüler aus allen Klassen der 9. Jahrgangsstufe und die beiden Lehrkräfte Frau Stahl und Herr Förster brachen zum traditionellen Schüleraustausch nach Tschechien auf.
Die beinahe neunstündige Zugfahrt am Mittwoch dem 30. September 2015, welche in Schweinfurt begann, führte uns unter anderem über die Bahnhöfe in Hof und Dresden nach Liberec, dem eigentlichen Ziel unserer Reise, wo wir um circa 17.15 Uhr auch erschöpft ankamen und direkt bei unseren jeweiligen Austauschpartnern einquartiert wurden.Tschechien1Nach diesem anstrengenden Tag hatten wir keine Zeit zum verschnaufen, denn um 8.00 Uhr des nächsten Tages mussten wir uns wieder im Schulgebäude des Gymnázium F.X. Šaldy Liberec, unserer Partnerschule, einfinden, wo wir offiziell vom Schulleiter und von den Lehrern der sogenannten deutschen Abteilung begrüßt wurden. Anschließend begann unsere Projektarbeit zum Thema „Umweltschutz – eine länderübergreifende Aufgabe“. In Gruppen von sechs Schülern erarbeiteten wir kleine Präsentationen zu unterschiedlichen Bereichen, wie zum Beispiel Müll und Wald. Nach einer kleinen Führung durch die Stadt Liberec und einem Besuch im geschichtsträchtigen Rathaus kehrten wir alle um 16.00 in unsere Familien zurück.
Der Freitag war wohl einer der schönsten Tage des Austauschs. Gemeinsam mit unseren Austauschpartnern und den Lehrkräften besuchten wir die Weltstadt Prag, wo wir unter anderem das Astrologische Glockenspiel, die Karlsbrücke und den traditionellen Wachwechsel bestaunen durften. Natürlich hatten wir auch etwas Zeit für uns. Etwa zwei Stunden lang durften wir uns in Kleingruppen frei durch die Metropole bewegen, beispielsweise um zu Shoppen oder modernere Sehenswürdigkeiten wie das Hard Rock Cafe oder das Madame Tussauds zu besuchen.
Das Wochenende wurde individuell von den Familien gestaltet- wir hatten keinerlei Pflichttermine und konnte uns frei bewegen, natürlich immer mit unseren Austauschpartnern an der Seite. So besuchten einige den Gipfel des 1012 Meter hohen Ješted, der unter anderem Zielort für Skifahrer, Mountainbike-Fans und Wanderer ist. Andere gingen in den Zoo in Liberec, der für sein Pärchen weiße Tiger bekannt ist, nach dem sogar die lokale Eishockey Mannschaft benannt wurde.Der vorletzte Tag verging dann wie im Flug. Zuerst besuchten wir nämlich eine Glashütte [Glasbläserei] und anschließend noch eine Skisprunganlage, die zu diesem Zeitpunkt natürlich außer Betrieb war.
Am 7. Oktober 2015 ging es dann an die Rückreise. Um 8.20 Uhr war Treffpunkt am Hauptbahnhof von Liberec, wo wir dann fast genau dieselbe Strecke wie auf dem Hinweg fuhren und um ca. 17.30 erschöpft in Kitzingen ankamen.
Insgesamt kann ich sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat am Austausch teilzunehmen, was auch an der Gastfreundlichkeit der Familien lag, bei denen wir eine Woche wohnen durften. Außerdem war es schon etwas Besonderes, mal ohne Eltern in den ‚Urlaub‘ zu fahren. Es war eine wirklich besondere und erlebenswerte Erfahrung, welche ich und einige andere wahrscheinlich auch gerne jederzeit wieder erleben würden.
Susanne Waldherr, 9c

Am Montag ging es dann weiter im Programm. Vormittags stellten wir unsere erarbeiteten Präsentationen vor, am Nachmittag folgte ein Ausflug ins wunderschöne Isergebirge. Der Weg dorthin war aber etwas holprig, da wir öffentliche Verkehrsmittel nutzten und so fast nicht in den Bus passten. Mit ein wenig Drängeln und Drücken ging es dann aber und wir konnten unsere Wanderung beginnen, die uns unter anderem zu einem sehr schönen Stausee führte.

Tschechien2