Sprachliches Gymnasium


Sprachlicher Zweig

Was bedeutet „sprachlicher Zweig“?

Die Schüler lernen nach Englisch als erster und Latein als zweiter Fremdsprache eine weitere moderne Fremdsprache. Französisch als dritte Fremdsprache wird in der 8., 9. und 10. Klasse mit jeweils vier Wochenstunden unterrichtet. In diesen drei Jahren wird dasselbe Sprachniveau erreicht, das Schüler erreichen, die Französisch als 2. Fremdsprache ab der 6. Klasse gelernt haben. Nach der 10. Klasse entscheiden die Schüler, ob sie Französisch ablegen oder die Sprache bis zum Abitur fortführen möchten. Wie im Englischen besteht die Möglichkeit, ein schriftliches oder ein mündliches Abitur (Kolloquium) abzulegen. Schüler, die ein Französischabitur ablegen, erreichen häufig gute bis sehr gute Ergebnisse.

Was spricht für Französisch?

– Französisch ist die Sprache unseres unmittelbaren Nachbarn. Frankreich ist unser wichtig-
ster Partner in der EU, sowohl in politischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht, aber auch
in gesellschaftlicher Hinsicht. Erwähnt seien hier die vielen Partnerschaften zwischen
Städten und Gemeinden.
– Moderne Fremdsprachen, zumal Sprachen, die in verschiedenen Teilen der Welt gespro-
chen werden, sind in einer globalisierten Welt sehr wichtig. Neben der internationalen Ver-
kehrssprache Englisch eröffnet Französisch als Zusatzqualifikation Türen in die Studien- und
Berufswelt.
– Französisch lernt man am leichtesten in der Schule, aber natürlich auch im Zuge von Schü-
austauschen. Unsere Schule unterhält einen Austausch mit Caen (Normandie) in Frankreich.

Für wen ist der sprachliche Zweig geeignet?

Der sprachliche Zweig eignet sich für Schüler, die eine Affinität zu Sprachen haben, die also
Sprachen gerne lernen, und eine gewisse Begabung dafür mitbringen. Vorkenntnisse aus
dem Englischen und Lateinischen erleichtern das Erlernen dieser dritten Fremdsprache. Da
Französisch eine romanische Sprache ist, lässt sich ein Großteil des Wortschatzes sowohl
aus dem Englischen (die Normannen brachten Französisch nach England) als auch aus dem
Lateinischen erschließen. Was die Grammatik betrifft, so ist Französisch zwar formenreicher
als das Englische, aber nicht so formenreich wie das Lateinische.

(Text: Sieglinde Herbst)