Ukraine

Gymnasium Lessja Ukrainka in Nowograd-Wolhynsk


Das Gymnasium Lessja Ukrainka, benannt nach der in Nowograd-Wolhynsk geborenen
Dichterin Larissa Kosatsch (1871 – 1913), die ihre Werke unter dem Pseudonym „Lessja
Ukrainka“ veröffentlichte, ist eine von zwei fremdsprachenbetonten höheren Schulen in der
Stadt Nowograd-Wolhynsk, welche ca. 55.000 Einwohner hat und etwa 250 km westlich
der Landeshauptstadt Kiew liegt.
Als wichtigste Fremdsprache wird dort Englisch unterrichtet, doch Deutsch hat in den letzten
Jahren einen immer höheren Stellenwert bekommen.
Die Kontakte zu unserer ukrainischen Partnerschule bestehen seit dem Jahr 1999 und
kamen auf Vermittlung des Historischen Vereins Wolhynien e. V. (und dessen damaligem
1. Vorsitzenden Nikolaus Arndt, Wiesentheid) auf Betreiben des ukrainischen Kollegen und
Deutschlehrers Valentin Witrenko zustande.
In jedem Schuljahr hatten wir seither Besuch von kleinen Schülergruppen (ca. 10 – 12 Schüler)
aus Nowograd-Wolhynsk, der meistens im Herbst bzw. Anfang Winter stattfand und etwa
zwei Wochen dauerte.
Gegenbesuche in der Ukraine erfolgen seit 2003 fast alljährlich. Dabei müssen wir allerdings
für den ebenfalls zweiwöchigen Besuch eine Woche unserer Oster- oder Pfingsferien opfern –
sowohl die teilnehmenden Schüler als auch die Begleitlehrer!
Beim Schüleraustausch mit der Ukraine sind die Schüler ebenfalls – meist auf Gegenseitigkeit – in
Gastfamilien untergebracht, das Programm sieht neben Unterrichtsbesuchen in erster Linie das
Kennenlernen des Gastlandes, seiner Sehenswürdigkeiten und seiner Kultur vor.

Besuch der deutschen Schüler und ihrer ukrainischen Gastgeber an der Universität Ostrog, Frühjahr 2007

Besuch der deutschen Schüler und ihrer ukrainischen Gastgeber an der Universität Ostrog,
Frühjahr 2007

Ab dem Schuljahr 2001 boten wir auch für einige Zeit alljährlich das Projekt ”Intensive Schulhospitation”
für eine Gruppe von etwa 4 ukrainischen Schülerinnen bzw. Schülern an. Der Aufenthalt in Wiesentheid dauerte dann etwa 3 bis 4 Wochen, die Schüler wohnten in Gastfamilien und besuchen den regulären Unterricht, normalerweise in einer 11. Klasse. An den Wochenenden und gelegentlich auch unter der Woche fanden Exkursionen in die nähere und weitere Umgebung statt, doch Hauptziel war das ”Eintauchen” in die deutsche Sprache.Leider ist dieses Angebot in der jüngsten Zeit ”eingeschlafen” – was auf keinen Fall am mangelnden Interesse auf ukrainischer Seite liegt (denn ein Aufenthalt in Deutschland ist für ”normale” ukrainische Verhältnisse schier unerschwinglich und auch aus bürokratischen Gründen fast unmöglich!). Vielmehr ist es so, dass durch die zunehmende Belastungen unserer Schüler und Lehrer durch die neuesten Entwicklungen im bayerischen Schulwesen kaum noch Raum und Zeit für derartig ”exotische” Dinge gefunden werden kann!

 

Ukrainische Gäste und deutsche Gastgeber bei einer Exkursion nach Castell im Herbst 2008

Ukrainische Gäste und deutsche Gastgeber bei einer Exkursion nach Castell im Herbst 2008