Steigerwald-Landschulheim für 15-jähriges Engagement

Patenkind[1]

Mit der mittlerweile dritten Patenschaft fördert das Landschulheim einen Jungen aus Indien

Das Gymnasium Steigerwald-Landschulheim Wiesentheid ist von der Kindernothilfe für sein 15-jähriges Engagement für Kinder aus allen Teilen der Welt ausgezeichnet worden. „Mit Ihrem wertvollen Engagement begleiten Sie benachteiligte Kinder. Ihre Hilfe ermöglicht ihnen wichtige Ausbildungsschritte, schenkt Selbstvertrauen und lässt sie zu starken Menschen heranwachsen“, so die Vorsitzende des Vorstands der Kindernothilfe, Katrin Weidemann, in der Auszeichnungsurkunde.
Mittlerweile hat das Steigerwald-Landschulheim die dritte Patenschaft für ein Kind übernommen. Das erste Patenkind war ein Junge namens Jostus Mafungura aus Uganda, der mit der Unterstützung sein Schulgeld bezahlen konnte. Zwischen 2004 und 2012 ermöglichte es die Hilfe des LSH einem Mädchen von den Philippinen, Arazel Mamaradlo, den Schulbesuch. 2012 hatte sich die finanzielle Lage ihrer Familie soweit gebessert, dass sie nicht mehr auf Hilfe von außen angewiesen war.
Seit 2012 hat das Gymnasium Wiesentheid also ein neues Patenkind, Solomon Raj, einen 13-jährigen Jungen aus dem Dakshina Kannada District in Indien. Er kommt aus einer armen, evangelischen Familie, die mit umgerechnet 40 Euro im Monat auskommen muss. Die Unterstützung des LSH ermöglicht ihm den Besuch eines Jungeninternates der evangelischen Kirche in Indien. Er schreibt den Schülern des Gymnasiums regelmäßig Briefe, wobei er vor allem von seinen Erfolgen im Cricket und den Weihnachtsfeiern im Internat berichtet, zu denen auch die Familien der Kinder eingeladen sind und das Internat an alle Geschenke verteilt.
Finanziert wird die Patenschaft durch den Förderverein des Steigerwald-Landschulheimes, aber auch durch den Erlös des Schulcafés während des ersten Elternsprechtages des Gymnasiums, das von der SMV organisiert wird. Zu diesem Anlass spendieren Schülereltern selbst gebackenen Kuchen, die SMV bietet belegte Brötchen an. Alle Einnahmen kommen ausschließlich dem Patenkind zugute.

Text, Bild/Collage: Harald Pohl