Unterricht im Keller eines urzeitlichen Vulkans

Geographiekurse der Oberstufe auf Exkursion in der Oberpfalz

 

 Eine zweitägige Exkursion des Faches Geographie und der Lehrplanalternative Geologie führte am 17. und 18. November 2016 insgesamt 29 Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasium in die Oberpfalz. Mit ihren Begleitlehrern Dr. Ulrike Sandmeyer-Haus und Harald Godron erkundeten sie die Reste urzeitlicher Vulkane und beschäftigten sich vor Ort mit der Platentektonik und dem Gesteinsaufbau in dieser Region.
Am ersten Exkursionstag besuchten die Teilnehmer das Geo-Informationszentrum an der KTB, der Kontinentalen Tiefbohrung der Bundesrepublik Deutschland. Was dort unter dem imposanten, 80 Meter hohen Bohrturm so unscheinbar mit einem runden Deckel verschlossen liegt, ist das augenblicklich tiefste offene Bohrloch der Erde. Es ragt exakt 9101 m in die Tiefe und die bei der Bohrung gewonnenen Bohrkerne ermöglichen den Wissenschaftlern geologische Forschungen an der Gesteinszusammensetzung der Erdkruste und des oberen Erdmantels. Mit Hilfe eines sehr interessanten Lernmoduls zum Thema „Plattentektonik und Vulkanismus“ vertieften die Jugendlichen ihre Geographiekenntnisse. Dank der vielen anschaulichen Arbeitsmaterialien im Geo-Labor konnten Sie ihr Wissen zur Entstehung von Erdbeben und Vulkanen erweitern und neue Einblicke in den Aufbau der Gesteinsschichten in dieser Gegen gewinnen.
Am zweiten Exkursionstag führte sie dann der Leiter der KTB, Dr. Frank Holzförster, direkt an die noch heute in der Landschaft sichtbaren geologischen Sehenswürdigkeiten. Nach informativen geologischen Erläuterungen zu den imposanten Basaltsäulen im Ort Parkstein besuchte der Exkursionsleiter mit der Gruppe einen von Menschenhand geschaffenen Keller und zeigte dann der Gruppe sozusagen „im Keller eines ehemaligen Vulkans“ den Gesteinsaufbau am Rand des erkalteten Vulkanschlotes. Weitere Stationen führten die Exkursionsteilnehmer zu der auf riesigen Granitblöcken errichteten Burg Falkenberg und in einen offenen Tagebau, in dem der Rohstoff Kaolin zur Herstellung von Sanitärporzellan abgebaut wird.

Neben diesen geographischen Exkursionsinhalten kam aber auch die Freizeit nicht zu kurz. Nach dem Abendessen in der Jugendherberge Falkenberg war ausreichend Gelegenheit, dass sich die Schülerinnen und Schüler der Geographiekurse untereinander besser kennenlernten. So wurde u.a. Tischtennis und Karten gespielt. Einige Teilnehmer verarbeiteten in geselliger Runde im Gespräch mit ihren Begleitlehrern Ulrike Sandmeyer-Haus und Harald Godron die vielseitigen Eindrücke des Tages. Dies trug sicherlich mit dazu bei, dass die im Lehrplan vorgesehene Exkursion bei sehr vielen Teilnehmern nicht nur aus geographischer Sicht im Gedächtnis bleiben wird.

Text und Fotos: Harald Godron