Yala! Yala! (Auf geht’s! Auf geht’s!)

Gruppenfoto

Das war das vermutlich am häufigsten verwendete Wort während unseres Besuchs in Israel an der Boyer-High-School in Jerusalem.
Am 27. Februar 2014 sind wir, 19 Schüler vom LSH-Wiesentheid, zu unserem Gegenbesuch des Israel-Austausches aufgebrochen.
Dass wir eigentlich immer und überall zu spät kamen, war zwar meist nicht unsere Schuld, aber auch nicht weiter schlimm. Die gute alte deutsche Pünktlichkeit ist in dem kleinen nahöstlichen Staat nicht allzu bekannt. Typisch südländisch also. Auch die Lebensfreude und die absolute Offenheit gegen über uns von Seiten der israelischen Schüler, die teilweise durch ihre Ausgelassenheit wirklich an unseren Nerven gezerrt haben, sind typisch und nach ein bisschen Gewöhnungszeit auch sehr sympathisch. Gerade durch diese Eigenschaften unserer Austauschpartner war es möglich, sehr enge Freundschaften untereinander zu knüpfen.
Israel, ein Land im nahen Osten, das durch viel Einfluss der westlichen Welt und der drei monotheistischen Weltreligionen noch interessanter und abwechslungsreicher wird, ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Obwohl Israel ein sehr kleines Land ist (ca. 20.000 qkm, im Vergleich: Bayern hat etwa 70.000 qkm), hat es landschaftlich sehr viel zu bieten. So steht die hügelige Waldlandschaft um den See Genezareth im Norden der trockenen Wüstenlandschaft der Negev-Wüste im Süden entgegen. Hinzu kommt der Anschluss an viele interessante Gewässer: das Mittelmeer im Westen, der Jordan und das Tote Meer im Osten und das Rote Meer im Süden.
Auch die größeren Städte sind untereinander sehr unterschiedlich: Jerusalem, das Zentrum der monotheistischen Weltreligionen, mit seiner malerischen Altstadt, in deren Zentrum der Felsendom und die Klagemauer stehen, im Kontrast zu Tel Aviv, einer modernen, eher westlich angehauchten Großstadt.
Trotz, oder vielleicht auch gerade wegen der politischen Probleme im Nahen Osten ist Israel ein sehr interessantes Land, von dem es noch viel zu lernen und zu verstehen gibt. Für uns, die Schüler des LSH in Wiesentheid, die an dem Austauschprogramm teilnehmen durften, war es eine einmalige, auf jeden Fall positive Erfahrung in den Gastfamilien zu leben, die wir so nicht noch einmal machen können.

(Lena Bolte, Q11)

 

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