Flashback – Ein Suchtpräventionsprogramm

Diesen Sommer startete das Drogenpräventionsprojekt „Flashback“ auch für die Schulen im Landkreis Kitzingen. Mit dem von Gesundheitsamt und Polizei initiierten Projekt bot sich den Schülern der 8. und 9. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Steigerwald-Landschulheim Wiesentheid (LSH) eine anschauliche Möglichkeit, etwas über die neuesten Fakten und Folgen des Konsums von Cannabis oder (IL)Legal Highs (Kräutermischungen und Badesalz) zu lernen. 

Zu Beginn der Veranstaltung wurde das Wissen der Schüler anonym mit Fragekarten in Erfahrung gebracht. Zwei Vertreterinnen der Polizei Polizeihauptkommissarin Kathrin Reinhardt und Polizeiobermeisterin Katharina Frosch berichteten ausführlich über die Themen Drogenaffinität, Resilienz, Suchtentwicklung, gesundheitliche, soziale, aber auch über strafrechtliche Konsequenzen wie z.B. Jugendarrest. Ergänzend wurden die Ergebnisse der im Jahr 2018 veröffentlichten „CaPRis-Studie“ (Cannabis: Potential und Risiken) diskutiert. 

Im Anschluss daran konnten die Vertreter des Gesundheitsamtes Anna-Lena Spirk(Präventionsfachkraft), Uwe Kohler(Suchtpräventionsfachkraft)und Monika Maier (Kita Leitung) die Schüler mit Hilfe eines interaktiven Parcours und verschiedenen Stationen über die Suchtentwicklung, Phasen des Suchtverlaufs, Konsummuster, „Auftanken“ „Glücklich ohne Drogen“ und „Hilfe Finden“ mit wichtigen Tipps, was im Drogen-Notfall zu tun ist, aufklären.

Im Anschluss an den Projektvormittag wurde im Gespräch mit den Vertretern der Polizei und des Gesundheitsamtes deutlich, dass man mit diesem Suchtpräventionsprogramm vor allem jüngere Schüler informieren möchte, bevor es „zu spät ist“ und sie derartige Drogen ausprobieren bzw. konsumiert haben. Denn oft wissen viele von ihnen sehr wenig über die negativen Folgen dieses Drogenkonsums wie z.B. Horrortrips oder auch darüber, wie gefährlich Kräutermischungen sind und lassen sich u.U. von Menschen in ihrem Umfeld dazu verleiten, sie auszuprobieren. Ein Verhalten, das man mit frühzeitiger Information verhindern möchte. Abschließend besteht Einigkeit unter allen Beteiligten, dass sich ihre Präventionsarbeit gelohnt hat, wenn nach einer derartigen Veranstaltung auch nur ein Jugendlicher aufgrund der vermittelten Informationen „Nein“ zum Konsum derartiger Drogen sagt.

Text: Ralf Förster und Eva Burkard / Fotos : R. Förster

Bild 1: von links Kathrin Reinhardt, Anna-Lena Spirk, Katharina Frosch, Monika Maier, Uwe Kohler mit einigen Schülern der 8. Jahrgangsstufe

Bild 2: von links Uwe Kohler, Kathrin Reinhardt, Katharina Frosch, Monika Maier, Anna-Lena Spirk mit einigen Schülern der 9. Jahrgangsstufe

Bild 3: Sitzkreis mit Fragekarten in der 9. Jahrgangsstufe

Bild 4: Infotafel (IL)Legal Highs